VTG "Die Schlernhexen" Innsbruck

  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
Home Our Dances and "Plattler"

Paartänze

Tiroler Verbandsfigurentanz

Der Tiroler Verbandsfigurentanz wird in ganz Tirol von allen Trachtenvereinen in genau derselben Weise und Form getanzt. Es gibt lediglich dazu noch den Unterinntaler Figurentanz und den kombinierten Figurentanz welche vom ursprünglichen Tanz abweichen. Traditionell wird dieser Tanz bei allen Treffen, Festen und Bällen von allen Schuhplattlergruppen gemeinsam zur Eröffnung oder um Mitternacht getanzt. Dies ist wohl der bekannteste Tanz von einem Schuhplattlerverein, da es einer der ersten Tänze ist, welchen man als Tänzer/In anfangs lernt (zugleich auch der am Kompliziertesten). In Tirol sagt man, wenn man den Figurentanz beherrscht, so lernt man alle anderen Tänze umso leichter. Er bildet mit seinen Figuren und exakten Beherrschung der Walzerschritte-  und tanzes die Grundlage aller anderen Tänze mit 3/4Takt.

Er besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil beginnt mit dem Auftakt und einer Figurenreihenfolge von acht Figuren, welche zum Teil spiegelverkehrt folgen. Als Abschluss des ersten Teils folgt der Figurentanzplattler der Männer, währen die Mädchen sich am Stand zügig um die eigene Achse drehen. Es folgt sogleich der zweite Teil in dem sich als vorletzte Figur das berühmte „Fensterl“ befindet. Der Junge und das Mädchen bilden mit ihren Armen ein Fenster durch welches der Junge abschließend seinen Kopf durchsteckt. Das „fensterln“ kommt aus den Zeiten, wo sich liebende Pärchen nicht via Internet oder Handy verabreden konnten. Der Junge musste seiner Geliebten nachts leise kleine Steine ans Fenster werfen um Ihre Aufmerksamkeit zu erhalten. Sollte diese das Fenster dann öffnen, so wurde schnell eine Leiter herangebracht und der Junge stieg durch das Fenster heimlich in das Zimmer des Mädchens. Die böse Überraschung folgte oft, wenn die Eltern des Mädchens die angelehnte Leiter am Fenster entdeckten.

Den Abschluss des Figurentanzes bildet ein Walzer.

 

 

Tänze1

 

Kreuzpolka getanzt

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts bezeichnet man die Kreuzpolka als „alten“ früher sehr beliebten Tanz. Sie müsste um 1875 entstanden sein. Es wird vermutet, dass dieser Tanz aus dem Hackschottisch entstanden ist.

Im Jahre 1887 eroberte der Tanz die Berliner Tanzsäle und breitete sich von dort rasch über Mitteleuropa aus. Zu dieser Zeit hatte der Tanz bereits die Grundbewegungen wie man sie heute noch teilweise findet. Auffallend ist, dass die niederösterreichischen Fundorte der Kreuzpolka, welche eine relativ junge Tanzgattung ist, alle links und rechts der Donau liegen (kurze Entfernung zur Transitstrecke). Ältere Gattungen findet man hingegen weitab von den Hauptverkehrswegen. Die Kreuzpolka und die Polka sind auftaktlose Tänze – wie die tschechische Sprache, welche keinen Auftakt hat und kommt fast ausschließlich als offene Form vor.

 

 

Tänze2

 

Alter Schießstand Boarischer

Die Bezeichnung „Boarischer“ kommt von dem Wort „bäuerlich“, der Tanz der Bauern. Diese Tanzart hat sich aus dem Hopser entwickelt, der schon vor dem Ende des 18. Jahrhunderts vorhanden war (2/4Takt).  Auf einem gemalten Bild (Ausflug einer Schützenkapelle) 1848 glaubt man, einen Boarischen zu erkennen. Die erste Mitteilung erfolgte aus der Steiermark (ein Bundesland Österreichs) 1934. Die Person kannte den Tanz bereits seit seiner Jugend und war 1850 geboren. Mehrere Mitteilungen zeigen, dass der Tanz bereits um 1860 zwischen dem Bundesländern Steiermark und Tirol und dem südbayrischen Raum allgemein bekannt war. Unverwechselbar ist der Rhythmus, welcher nur in Tirol durch das Stampfen der Tänzer hervorgehoben wird. Typischerweise singt man leise dazu: Auseinander und wieder zusammen (auf Tirolerisch: auseinand und wieda zsam). Seit 2009 haben wir diesen Tanz unserer Schützenkompanie Alter Schießstand gewidmet aufgrund der hervorragenden Zusammenarbeit. 2010 haben wir diesen Tanz inklusive dem Plattler den Schützen gelernt - Premiere am Bataillonsschützenfest im Juni 2010.

 

Tänze3

 

 

Auerhahn

Mit seinem grünblau schillernden Gefieder und der leuchtend roten Markierung über den Augen gehört der Auerhahn gewiss zu den schönsten und auffälligsten heimischen Vogelarten im Alpenraum. Die Auerhahnbalz ist ein Naturerlebnis der besonderen Art. Im Frühjahr  singt und tanzt der Auerhahn, um die Auerhennen für sich zu gewinnen. Bei diesem Spektakel stellt er die Schwanzfedern zum Halbkreis auf, spreizt seine Flügel und reckt erhaben den Kopf.

Es wird auch die Ansicht vertreten, dass der Schuhplattler eine tänzerische Nachahmung der Auerhahnbalz sei. Karl Horak erwähnt, dass merkwürdigerweise in älteren Schilderungen von diesen Balzbewegungen keine Nachrichten vorhanden sind. Diese Annahme wurde dem Schuhplattler erst später unterschoben und auf Grund dessen bei mancher Form nachträglich die Balzbewegung ausgebildet.

Wichtig ist, dass bei diesem Tanz die Walzerschritte absolut synchron und sauber ausgeführt werden müssen. Alle Bewegungen müssen exakt der Melodie folgen. Während die Jungen die Mädchen einfangen werden neckische Blicke ausgetauscht. 

 

Tänze4

 

Müllertanz

Gemeinschaften jeglicher Art, die gemeinsam einen Tanz erarbeiten, wollen seit altersher das Erarbeitete Ihren Mitmenschen und ihrer Umgebung vorstellen. Sie präsentieren sich mit einem gemeinsamen Tanz. Die Handwerks- und Zunfttänze sind in Deutschland bereits im 14. Jahrhundert erwähnt. In Österreich treten diese handwerklichen Gemeinschaften erst ein paar Jahre später auf. All diese Tänze sind eng mit dem Aufstieg einer breiten werktätigen Schicht von freien Bürgern verbunden. Durch das Größerwerden der Orte, in denen sich die Kulturen bilden, entstehen Städte. Die Handwerks- oder Zunftangehörigen sind deren Bewohner. Die Zünfte bestimmen die Struktur der Städte. In ihren Tänzen werden bestimmte Arbeitsverrichtungen in tänzerischer Darstellung zur Ausführung gebracht. Hier handelt es sich um den Tanz der Müller. Charakteristisch ist die immerwährende Vorwärtsbewegung im Kreis, welche das rastlose Mühlenrad am Bach symbolisiert. Das Mehl wird stetig gemahlen bis es am Ende von den Frauen in einen Mehlsack abgefüllt wird.

 

 

Tänze5
 


Madertanz

Dieser Tanz ist kein ein Handwerks- oder Zunfttanz sondern ein Erntetanz. Gerade in den Bergen und steilen Hängen der Alpen war es harte Arbeit das Heu zu ernten. Auch heute noch gibt es genügend Orte welche nicht mit Mähern befahren werden können und händisch die Wiesen mit Rechen und Sensen abgemäht werden müssen. 

Dieser Tanz wird mit den Originalgeräten der Heuernte durchgeführt. Die Männer tragen dabei eine Sense und schneiden das Heu ab. Die Mädchen bringen das Heu mit ihren Rechen in die Mitte und tragen es zusammen.  In weiterer Folge werden die Sensen mit Schleifsteinen wieder geschärft bevor weiter gemäht wird. Eine Besonderheit bildet der Tanz, da während des Plattlers kurz pausiert wird und dabei die Tänzer/innen in die Mitte springen und laut „HEU“ rufen.

 

 

Tänze6

 

Schellentanz

Der Schellentanz ist ein reiner Showtanz wie bereits in der geschichtlichen Einführung ausführlich behandelt dh. Es gibt keinerlei geschichtlichen Hintergrund. Mit den Glocken wird ein bekanntes Lied gespielt. Fast jeder Verein, welcher den Schellentanz vorführt hat dafür seine eigene Melodie. Das Stimmen der Glocken ist eine langwierige Arbeit und erfordert sehr viel Geduld. Die Glocken können nicht mit den einzelnen Tönen gekauft werden sondern müssen einzeln und mühevoll der Zieharmonika angepasst werden, denn nicht jede Zieharmonika klingt gleich. Auch der Plattler selber ist jedem Verein selbst überlassen. Der Schellentanz der VTG Die Schlernhexen wurde in den 60er Jahren erarbeitet und wird seitdem in der Originalfassung von Generation zu Generation überliefert.

 

Juifenalm-Boarischer

Diesen Tanz haben wir wie auch die beiden folgenden Tänze 2010 neu erfunden und einstudiert. Die Melodie hierzu kommt von der Musikgruppe Sellraintaler Exclusiv - der Tanz wird im Juni 2010 am Fest der Sellraintaler Exklusiv erstmals uraufgeführt. Zu den traditionellen Boarisch-Figuren haben wir uns "neue" Figuren und Reihefolgen ausgedacht und mit einem einmaligen Plattler von Mehrle Manfred zur Melodie hingeschneidert. Der Tanz folgt in einer Reihe zwei Tanzpaare jeweils nebeneinander.


Hochzeitswalzer

Nachdem die Sellraintaler Exklusiv mehrere Titel für die CD gemacht haben  bat sich auch dieser wunderschöne langsame Walzer an einen Tanz dazu zu erfinden. Kombiniert mit einigen bekannten Figuren aus dem Tiroler Verbandsfigurentanz  und absolut neuen Figuren entstand ein derart einzigartiger Tanz, dass wir während den Proben beschlossen diesen fix in das Programm der Schlernhexen aufzunehmen - gerade bei Hochzeitsfeiern wird dieser Tanz einer der Höhepunkte sein. Die Schwierigkeit liegt darin, dass jeweils vier Paare den Tanz absolut synchron und taktgenau ausführen müssen - im Gegensatz zu den anderen Paartänzen steht auch die Tatsache, dass alle Figuren von den Tänzerinnen geführt werden während die Tänzer eigentlich während dem Figurenwechsel nur am Platz in Walzerschritten stehen und sich die Tänzerin in kunstvollen Figuren um den Tänzer dreht.


C-Boarischer

Ein großartiges Highlight unseres Programms - ein sehr schwungvoller Tanz ist hier entstanden. Die Melodie stammt auch hier wieder aus der Feder der Musikgruppe Sellraintaler exclusiv. Die Tanzpaare stehen ganz untypisch Boarisch zueinander im Kreis - die eigentlich spontanen Partnerwechsel am Tanzboden wurden eingebaut und machen den Tanz interessant und sehr abwechslungsreich. Der Plattler stammt hierbei von Wild Richard .

 


Plattler (nur Männer)

 

Kreuzpolka geplattelt

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts bezeichnet man die Kreuzpolka als „alten“ früher sehr beliebten Tanz. Sie müsste um 1875 entstanden sein. Es wird vermutet, dass dieser Tanz aus dem Hackschottisch entstanden ist.

Im Jahre 1887 eroberte der Tanz die Berliner Tanzsäle und breitete sich von dort rasch über Mitteleuropa aus. Zu dieser Zeit hatte der Tanz bereits die Grundbewegungen wie man sie heute noch teilweise findet. Auffallend ist, dass die niederösterreichischen Fundorte der Kreuzpolka, welche eine relativ junge Tanzgattung ist, alle links und rechts der Donau liegen (kurze Entfernung zur Transitstrecke). Ältere Gattungen findet man hingegen weitab von den Hauptverkehrswegen.

Wie bereits bei der Kreuzpolka getanzt gibt es diese nun auch in geplattelter Form. Tritte in den Hintern gehören hierbei ebenfalls zum Showprogramm. Es ist dies ein sehr schneller Plattler mit schnellen Abfolgen der Schläge der Tänzer.

 

 

Tänze7

 

 


Eisacktaler

Dieser Plattler ist dem Eisacktal gewidmet. Das Eisacktal ist eines der Haupttäler Südtirols (Italien). Das Tal wird vom gleichnamigen Fluss, dem Eisack geprägt. Dieser verlässt bei Franzensfeste das Wipptal. Wichtige Ortschaften am Eisack sind Sterzing, Brixen, Klausen. Aus dem Eisacktal stammt auch die Tracht unserer Tänzer. Die Tracht der Tänzerinnen stammt aus dem Wipptal, die nördliche Seite des Brenners, der Hauptverkehrsverbindung zwischen Nord- und Südeuropa. Hervorzuheben sind die beiden Soloplattler welche eine Besonderheit und eine große Ehre für den Tänzer sind. Sie sind nur den Besten vorbehalten. Der Tanz gilt als kleiner Machtkampf zwischen den Tänzern , welcher der beste Tänzer ist.

 

Tänze 8

 

Reith im Winkl

Dieser Plattler ist benannt nach dem Ort Reith im Winkl im Chiemgau, südlich des Chiemsees in Bayern, Deutschland. Der im Tal liegende nur nach Westen offene Ort gilt als „Schneeloch“ dh die sich stauenden Wolken im Winter führen zu besonders häufigen und ergiebigen Schneefällen für die Höhe von nur 700m über d. Meeresspiegel.  In Reith in Winkl wurde 1901 der Verein GTEV „Dö Koasawinkla“ gegründet welcher Mitte der 30er Jahre im Operettenfilm „Im weißen Rössl“ den Plattler „Reith im Winkl“ zum ersten Mal gezeigt hat. Diesen Plattler gibt es in über 30 verschieden Varianten und Arten. 

 

Tänze 9

 

Tiroler Verbandsschlag

Dieser Plattler wird ebenso wie der Verbandsfigurentanz in ganz Tirol gleich geplattelt. Auch erfolgt dieser Plattler traditionell gleich nach dem Figurentanz bei der Eröffnung eines Festes bzw. um Mitternacht. Es macht ein sehr schönes Bild wenn bei großen Veranstaltungen gleich mehrere Vereine gemeinsam einen Plattler vorführen, da ja traditionell die meisten Tänze und Plattler eigentlich aus höchstens 4 Tänzern bzw. Tanzpaaren bestehen sollten.

 

 

Tänze 10

Eifersuchtstanz

Der Eifersuchtstanz gehört nun auch zu den reinen Showtänzen und ist sogar in dieser Form von der VTG Die Schlernhexen erfunden worden. Das angedeutete „Watschen“ der beiden Tänzer und die Tritte sind reine Show. Es geht darum die Gunst eines schönen Mädchens zu erlangen. Nach einer kurzen Diskussion und Gerangel um das Mädchen wird dieses von der „Tanzfläche“ verwiesen und muss in Deckung gehen währen die Jungs sich um das Mädchen streiten. Dieser Tanz dient der allgemeinem Erheiterung des Publikums und ist ein wahrer Lacher! In Wirklichkeit wird der Tanz nicht stur einstudiert sondern ist Stand-Up live!. Nur wenige Teile sind fix somit ist gewährleistet, dass der Tanz immer wieder ein klein wenig verändert ist.

 

Tänze 11

Holzhacker

Ein weiterer spektakulärer Handwerkstanz ist der Holzhacker. Er stellt die harte Arbeit im Wald dar wie sie früher durchgeführt wurde. Ohne motorisierte oder elektrische Hilfsmittel – lediglich mit Hacken  wurden die Bäume geschlagen und mühevoll mit Sägen zerkleinert. Das Schleifen der stumpf gewordenen Hacken ist wieder ein Zwischenstück als Showprogramm und dient der Unterhaltung des Publikums. Aufpassen müssen die Zuschauerdamen, welche nicht allzugern von den „Waldarbeitern“ zum Aufräumen der Holzspäne  verdonnert werden.

 

Tänze 12
Knappentanz
Dieser Plattler beruht auf die harte Arbeit der Bergwerksleute in den Zeiten als das Gestein noch per Hand und sehr mühevoll und aufwändig in den tiefen, engen Stollen herausgeschlagen wurde.  So wird der Tanz bevorzugt in der Abenddämmerung bzw. nur bei gedimmten Licht und nur in gebückter Haltung getanzt. Die Plattler betreten stampfend mit kleinen Laternen die Bühne.  Das Herausschlagen des wertvollen Gesteins wird mit Hammer und Meisel dargestellt. Die Meisel sind hierbei mit der Melodie – der Ambosspolka – abgestimmt. Den Höhepunkt des Tanzes bildet das symbolische Sprengen des Steins mittels Böller und bengalischem Feuer in den Farben grün und rot. Ein äußerst beliebter und spektakulärer gern gesehener Tanz.  

 

Tänze 13

 

Facebook

Gäste und Benutzer

We have 5 guests online