Arzl, bis 1940 eine selbständige Gemeinde, besteht aus dem alten Dorf am Talhang und in der Mulde hinter dem Kalvarienberg und aus der Siedlung Neu-Arzl im Talboden, wozu auch das "Alte Olympische Dorf" (1964) und das "Neue Olympische Dorf" (1976) gehören.
Im Zweiten Weltkrieg erlitt Innsbruck vom 15. Dezember 1943 bis zum 20. April 1945 durch 22 Fliegerangriffe schwere Bombenschäden. So setzte nach 1945 der Wiederaufbau ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg bedingte ein starkes Anwachsen der Bevölkerung einen allgemeinen Bauboom. Es entstanden nach 1945 in der Reichenau und in der Arzler Au völlig neue Stadtteile: die Reichenau (seit 1952), das Olympische Dorf I (seit 1961) und das Olympische Dorf II (seit ca. 1974). Damit war der Talboden östlich vom Stadtzentrum für die Bautätigkeit eigentlich erschöpft.

Das Stadtteilwappen von Neu Arzl/Olympisches Dorf zeigt in rot über weiß geteiltem Schild oben eine weiße Schießscheibe, unterlegt von zwei gekreuzten Fähnchen in den Farben Schwarz-Gelb und Weiß-Grün, und unten eine Darstellung jenes Denkmals mit den dort einheitlich goldfarbenen fünf Olympischen Ringen, welches kurz nach den IX Olympischen Winterspielen von 1964 im Olympischen Dorf errichtet worden ist.Mit diesen Elementen erinnert dieses Stadtteilwappen an die beiden entscheidenden Anstöße zur Entwicklung dieses Stadtteiles. Einerseits war dies nämlich die Errichtung des ehemaligen Landeshauptschießstandes in der Arzler Au (1893), in dessen nördlicher Nachbarschaft sich vor allem nach 1918 die sogenannte Schießstandsiedlung entwickelt hat, und andererseits bildeten die Olympischen Winterspiele den Anlass zum Bau des Olympischen Dorfes.
www.olympisches-dorf.at